Für die meisten Eltern fühlt sich Pause wie ein Versprechen an, das irgendwann eingelöst wird: wenn die ToDo-Liste kürzer ist, wenn es ruhiger wird, wenn…dann…. Aber dieser Moment kommt in der Regel nicht, wir müssen uns Pausen erlauben und bewusst planen.
Dies ist die letzte Folge vor einer längeren Sommerpause, die ich dieses Jahr mache, um mir Raum für bewusste Veränderungsprozesse zu nehmen – beruflich und privat. Ich erzähle ehrlich davon, was mich zu meiner diesjährigen längeren Sommerpause geführt hat und warum die Erschöpfung, die so viele Eltern kennen, kein individuelles Versagen ist, sondern ein strukturelles Symptom.
Die Folge ist eine Einladung, innezuhalten und weicher mit dir zu sein. Denn in einer Gesellschaft, die Care-Arbeit politisch kürzt und individuell privatisiert, ist das eine Voraussetzung dafür, bewusst zu steuern, wie du deine Elternschaft gestalten willst.
Du bekommst Impulse dazu:
Warum die Erschöpfung von Eltern kein persönliches Versagen ist, sondern ein strukturelles Symptom der Care-Krise.
Welche körperlichen und emotionalen Warnsignale darauf hinweisen, dass ein Lebensbereich Aufmerksamkeit braucht und warum wir sie so lange übersehen.
Warum das Hamsterrad sich nicht schneller dreht, weil wir zu langsam sind, sondern weil es so gebaut ist.
Dass es eine feministische Haltung ist, weich mit sich zu sein, wenn die patriarchal geprägte Welt hart zu Menschen mit Care-Verantwortung ist.
Warum Klarheit über Bedürfnisse nicht vor der Pause kommt, sondern durch sie.
Reflexionsfragen für dich und als Einladung zum Gespräch mit deiner Partnerperson um zu prüfen, welcher Lebensbereich gerade nach Aufmerksamkeit ruft.
Wenn du merkst, dass ihr als Paar gerade nicht wisst, ob die Verteilung von Erwerbs-, Haus- und Care-Arbeit noch zu euren tatsächlichen Bedürfnissen passt, ist der Vereinbarkeits-Check für Elternpaareein guter erster Schritt. Der 7-Tage-Minikurs hilft euch, gemeinsam innezuhalten und konkrete Anpassungen zu finden.
Wenn du dich mit anderen Müttern austauschen möchtest, die Elternschaft feministisch reflektieren, findest du in der Feminist Motherhood Community einen geschützten Raum – die Community läuft auch über den Sommer weiter. 14 Tage kostenlos testen:
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Was, wenn wir nicht einfach in einem Backlash leben, sondern in einem grundlegend anderen Zustand? Antje Schrupp, Politikwissenschaftlerin und feministische Denkerin, beschreibt unsere Gegenwart nicht als Rückkehr des Patriarchats, sondern als postpatriarchales Chaos. Einen Zustand, in dem die alten Ordnungen zerfallen sind, ohne dass Neues an ihre Stelle getreten ist. Und genau dieser Zustand hat weitreichende Konsequenzen für Familien, Care-Arbeit und die Frage, was feministische Elternschaft heute bedeuten kann.
In dieser Folge spreche ich mit Antje Schrupp über ihren Feminismusbegriff, der Freiheit nicht als Unabhängigkeit denkt, sondern als etwas, das nur möglich wird, wenn wir Abhängigkeit, Verantwortung und Care anerkennen und zwar als gesellschaftliche, nicht als private Aufgabe. Wir sprechen darüber, warum der Geburtsfehler moderner Demokratien darin liegt, die reproduktive Differenz, also die Tatsache, dass manche Menschen schwanger werden können und andere nicht, nie wirklich einkalkuliert zu haben. Und was das bis heute für alle bedeutet, die versuchen, Care-Arbeit fair zu teilen.
Eine Folge für alle, die über den Tellerrand des Paarthemas hinausdenken und verstehen wollen, in welchem strukturellen Kontext Equal Care überhaupt stattfindet.
Du bekommst Impulse dazu:
Warum wir im postpatriarchalen Chaos leben und was das für Frauen und Care-Arbeit konkret bedeutet
Welcher Geburtsfehler moderner Demokratien dazu geführt hat, dass unbezahlte Reproduktionsarbeit bis heute strukturell unsichtbar bleibt
Warum der klassische Freiheitsbegriff auf einer Fiktion beruht und wie ein Feminismusbegriff aussehen kann, der Abhängigkeit einschließt
Was es bedeutet, dass Frauen als freie Subjekte etwas wollen dürfen und warum dieses Wollen ein politischer Akt ist
Inwiefern Familien, die Care gut organisieren, bereits praktizieren, was politisch noch aussteht: eine Ordnung, in der die Bedürfnisse aller zählen
Wie das Chaos auch Spielräume öffnet und warum es gleichzeitig diejenigen am stärksten trifft, die sich am wenigsten wehren können
Weiterführende Hinweise:
Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin, Journalistin und feministische Autorin. Mehr zu Antje Schrupp findest du auf ihrer Wehttps://www.schrupp.debsite.
Wenn du merkst, dass die strukturellen Grenzen im Alltag immer wieder spürbar werden – in der Aufteilung von Care-Arbeit, im Gefühl, zu viel alleine zu tragen, in der Frage, wer eigentlich verantwortlich ist – dann ist das kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Thema. In meinem Gruppencoaching „ByeBye Supermom“ begleite ich Mütter dabei, sich von diesem Druck zu lösen und die eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu nehmen. Das Programm startet voraussichtlich im Herbst 2026 wieder.
Und wenn du dich mit anderen Müttern austauschen möchtest, die Care, Gleichberechtigung und Elternschaft feministisch reflektieren, findest du in der Feminist Motherhood Community einen Raum für ehrliche Fragen und gegenseitige Unterstützung.
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Was bedeutet es eigentlich, Elternschaft anders zu machen und warum fällt es uns so schwer? Was brauchen Kinder wirklich, jenseits von Social-Media-Ratschlägen und dem Druck, immer alles richtig zu machen? Und was hat bedürfnisorientierte Elternschaft mit Equal Care zu tun?
In dieser Folge spreche ich mit Romina Alberti, Soziologin, Familienberaterin und Autorin des Buches “Zwischen Nein und Nähe”, über eine Haltung zur Elternschaft, die nicht auf Perfektion zielt, sondern auf Bewusstsein.
Eine Folge für alle, die spüren, dass sie Dinge anders machen wollen als ihre eigene Erziehung und die gleichzeitig merken, wie viel Druck dieser Anspruch erzeugen kann.
Du bekommst Impulse dazu:
Warum Anders-Machen eine Haltung ist und kein Rezept und was das für den Alltag bedeutet
Wie strukturelle Bedingungen (Zeit, Unterstützung, Ressourcen) darüber entscheiden, ob bedürfnisorientiertes Elternsein gelingt
Warum gerade Mütter unter dem Druck stehen, Bedürfnisorientierung besonders konsequent umzusetzen und wie dieser Druck mit ungleicher Care-Verantwortung zusammenhängt
Wie Paare in konkreten Alltagskonflikten (Übergänge, Kita-Morgen, wechselnde Zuständigkeiten) miteinander und nicht gegeneinander arbeiten können
Warum Loslassen und Abgeben die Voraussetzung für eine faire und nachhaltige Aufgabenteilung ist
Viele Paare kennen genau dieses Spannungsfeld: Der Wunsch, Elternschaft bewusst und fair zu gestalten – und gleichzeitig der Alltag, der beide immer wieder in alte Muster zurückzieht. Im Coaching für Paare schaue ich gemeinsam mit euch darauf, wo die Verantwortung ungleich verteilt ist, was das mit eurer Verbindung macht und wie ihr Räume und Regelungen findet, die wirklich tragen.
Und wenn ihr als Paar einen niedrigschwelligen strukturierten Einstieg ins Thema Bedürfnisse in der Familie finden wollt, schaut euch meinen 7-Tage-Mini-Kurs, den Vereinbarkeits-Check an!
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Ihr wollt eigentlich nur mitteilen, wie es euch geht – und plötzlich seid ihr mitten in einem Streit über die nicht aufgehängte Wäsche oder den Kindergartenausflug. Hinterher fühlen sich beide erschöpft an und seltsam allein mit dem, was sie wirklich beschäftigt hat. Dieses Muster kennen viele Elternpaare und deswegen geht es in dieser Folge darum, warum Kommunikation im Elternteam gleichzeitig so bedeutsam und so schwer ist – und was es wirklich braucht, damit sie gelingt. Nicht nur zur Konfliktlösung, sondern für echte Verbindung.
Denn Kommunikation ist keine Technik, die man einmal erlernt und dann beherrscht. Sie ist eine Haltung und eine Praxis, das immer wieder aktive Herstellen von Beziehung, auch wenn nicht alles rund läuft, auch wenn Erschöpfung, alter Schmerz oder das Gefühl von Ungerechtigkeit im Raum stehen.
Equal Care bedeutet nicht nur eine faire Aufgabenverteilung. Es bedeutet auch, dass die Lebensqualität aller Familienmitglieder zählt – und dass die Verbindung zwischen den Erwachsenen die Grundlage dafür ist.
Du bekommst Impulse dazu:
Warum Kommunikationsprobleme im Elternteam nicht an individuellen Defiziten liegen, sondern an kollektiv erlernten Mustern unter strukturellem Druck
Was der Unterschied zwischen der Elternteam-Ebene und der Paarebene ist und warum beide bewusst gepflegt werden müssen
Warum kleine Momente der Verbindung im Alltag mehr für die Beziehungsqualität bewirken als besondere Auszeiten zu zweit
Welche konkreten Praktiken – von der angekündigten Gesprächseinladung bis zur langen Umarmung – Verbindung tatsächlich fördern
Was hinter Gereiztheit, Rückzug und Aufrechnen steckt und wie ihr als Paar gemeinsam darüber sprechen könnt
Weiterführende Hinweise aus der Folge:
Wenn ihr merkt, dass Kommunikation, Wertschätzung und Verbindung in eurer Beziehung gerade besonders viel Raum einnehmen und ihr euch dabei Unterstützung wünscht, biete ich Einzel- und Paarcoaching an. Meldet euch gerne für ein unverbindliches Vorgespräch.
Wenn du dich mit anderen Müttern austauschen möchtest, die Care-Arbeit, Gleichberechtigung und Elternschaft feministisch reflektieren, findest du in der Feminist Motherhood Community einen geschützten Raum für ehrliche Fragen, gemeinsames Nachdenken und gegenseitige Unterstützung. Die ersten 14 Tage sind kostenlos.
Feedback & Kontakt:
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Wie verändert eine Pflegeverantwortung für das eigene Kind die Frage nach gleichberechtigter Elternschaft? Was passiert mit Equal Care, wenn das System von Anfang an darauf ausgelegt ist, dass die Mutter pflegt – und wenn Überforderung nicht die Ausnahme, sondern der Dauerzustand ist?
In dieser Folge spreche ich mit Brenda Meisel, Mutter von drei Kindern und Gründerin der Video-Lernplattform Gido für pflegende Eltern. Brenda teilt offen, wie sie fünf Jahre lang die außerklinische Intensivpflege ihrer Tochter als Hauptpflegeperson übernommen hat, was das mit ihr als Frau, als Paar und als Familie gemacht hat – und welche strukturellen Kräfte sie dabei in diese Rolle gedrängt haben, ohne dass sie es zunächst hinterfragt hat.
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie strukturelle Ungleichheit in der Care-Verteilung besonders unter extremen Bedingungen entsteht – und was es braucht, um dennoch Handlungsspielräume zu finden.
Du bekommst Impulse dazu:
Warum das Narrativ der „pflegenden Superheldin“ Mütter eher belastet als stärkt und welche Unterstützung wirklich gebraucht wird.
Wie pflegende Mütter in strukturelle Unsichtbarkeit geraten – als Mensch jenseits ihrer Fürsorgerolle.
Welche Dynamiken entstehen, wenn Paare durch Pflege und Erwerbsarbeit in zwei verschiedene Lebensrealitäten auseinanderdriften.
Warum Equal Care in Pflegesituationen nur mit Unterstützung von außen gelingen kann – und warum das kein Scheitern ist, sondern eine strukturelle Notwendigkeit.
Welche konkreten Schritte Brenda und ihr Mann gegangen sind, um das Familiensystem schrittweise umzubauen.
Welche institutionellen und gesellschaftlichen Hürden Väter daran hindern, Pflegeverantwortung zu übernehmen – und warum das kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem ist.
Weiterführende Hinweise:
Mehr zu Brendas Arbeit und der Video-Lernplattform Gido für pflegende Eltern findest du hier und auf Instagram.
Viele der Themen aus dieser Folge tauchen auch in Paargesprächen auf: Wer trägt wie viel Verantwortung? Wer sieht was – und wer nicht? Wie kommen Paare überhaupt wieder ins Gespräch, wenn die Fronten verhärtet sind?
Wenn du dir dabei professionelle Begleitung wünschst, findest du hier Informationen zu meinen Coaching-Angeboten für Paare.
Und wenn du den Prozess der faireren Care-Verteilung strukturierter angehen möchtest, begleitet dich der „Eltern als Team“-Onlinekurs dabei, Verantwortung klarer zu benennen, neu zu verteilen und als Paar handlungsfähig zu bleiben. Die Warteliste für den nächsten Start findest du hier.
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Wer ist eigentlich zuständig für Vereinbarkeit in eurer Familie? Und wann habt ihr zuletzt bewusst gemeinsam entschieden, wie euer Alltag aussehen soll?
Viele Eltern erleben Vereinbarkeit des Familienlebens mit dem Rest aller Anforderungen als Dauerbaustelle – und gleichzeitig als etwas, das „irgendwie funktioniert“. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich oft: Die Verantwortung ist nicht gleich verteilt, sondern wird stillschweigend übernommen. Meist von Müttern.
In dieser Folge ordne ich ein, warum Vereinbarkeit so häufig als individuelles Problem erscheint, obwohl sie tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Ich zeige, wie sich ungleiche Verantwortung schleichend entwickelt – und warum genau das dazu führt, dass sich viele Familien eher im Funktionieren als im Gestalten wiederfinden.
Es geht um patriarchale Prägungen, um Erwerbslogiken, um unsichtbare Care-Arbeit – und um die Frage, wie ihr als Eltern wieder in eine gemeinsame Verantwortung finden könnt.
Eine Folge für alle, die ihren Alltag nicht länger nur organisieren, sondern bewusst und gleichberechtigt gestalten wollen.
Du bekommst Impulse zu folgenden Fragen und Themen:
Warum Vereinbarkeit gesellschaftlich immer noch primär Müttern zugeschrieben wird
Wie sich Verantwortung im Alltag schleichend ungleich verteilt – oft ohne bewusste Entscheidung
Warum Erwerbsarbeit häufig priorisiert wird und Care-Arbeit unsichtbar bleibt
Warum Vereinbarkeit mehr umfasst als Job und Kinder – und welche Bereiche oft fehlen
Wie ihr euren Alltag bewusst gestalten könnt, statt ihn einfach entstehen zu lassen
In der Folge stelle ich meinen Vereinbarkeits-Check vor – einen 7-tägigen Mini-Kurs, der euch dabei unterstützt, euren Alltag gemeinsam zu reflektieren und bewusster zu gestalten: https://www.hannadrechsler.de/vereinbarkeits-check/
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