Ich freue mich sehr, heute Lena Eckert und Sarah Czerney zu Gast zu haben, denn die beiden haben (gemeinsam mit Silke Martin) ein Buch geschrieben und ein Netzwerk gegründet zum Thema „Mutterschaft und Wissenschaft“.
Mutterschaft und Wissenschaft sind heutzutage in Deutschland weitestgehend unvereinbar. Wissenschaft ist extrem patriarchal und männlich geprägt. Caretätigkeiten und Mutterschaft stehen dem Bild des denkenden Genies, das ungestört seinen Theorien nachhängt, diametral gegenüber.
Die Autorinnen sagen: Mutterschaft ist in der Wissenschaft ein Tabu.
Warum das so ist und welche Wege der Veränderung es gibt, darüber spreche ich mit Lena und Sarah. In dieser Folge erfährst du also:
Wie die beiden festgestellt haben, dass das Muttersein im wissenschaftlichen Kontext ein Tabuthema ist.
Welche strukturellen Rahmenbedingungen dazu führen, dass die Tätigkeit für Mütter nicht machbar ist bzw. nur unter sehr großem Aufwand.
Warum es kaum Vorbilder (also arbeitende Mütter) in wissenschaftlichen Tätigkeiten gibt.
Wieso es für die beiden so wichtig ist, darüber zu sprechen und in ehrlichen Austausch zu gehen.
Wie die Pandemie dafür sorgte, dass im Juli 2022 eine Fortsetzung ihres Buches „Mutterschaft und Wissenschaft – Die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit“ erscheinen wird.
Sarah und Lena erklären außerdem, weshalb sie das Netzwerk gegründet haben, welche Ziele sie dort verfolgen und was sie für die Zukunft geplant haben. Falls du mehr wissen und dich vernetzen möchtest findest du das Netzwerk „Mutterschaft und Wissenschaft“ sowie viele weitere Infos zu den beiden und ihrer Arbeit hier: https://www.mutterschaft-wissenschaft.de/
Heute spreche ich über die Frage, wie wir mit unserer Wut über die ungleichberechtigten Strukturen unserer Gesellschaft umgehen können, die uns oft erst mit dem Elternwerden – bzw. insbesondere Müttern mit Beginn der Mutterschaft – auffallen.
Kürzlich habe ich auf meinem Instagram-Kanal den Impuls geteilt, dass der Partner häufig nicht die richtige Adresse ist, um die Frustration über das Thema Ungleichberechtigung 1:1 abzubekommen. Da dieses Thema zudem sowohl in meinen Einzelcoachings als auch in meinen Paarcoachings immer wieder auftaucht, möchte ich heute nochmal ausführlicher darauf eingehen.
In dieser Folge erfährst du also:
warum wir die Ungleichberechtigung nur zu einem gewissen Grad auf individueller Ebene verändern können.
wieso keine konstruktiven Gespräche möglich sind, wenn wir (v.a. in heteronormativen Beziehungen) den Partner mit dieser Wut konfrontieren.
aus welchen (gesellschaftlichen, historischen und persönlichen) Komponenten sich das Unzufriedenheits-Gefühl, das zur Wut führt, zusammensetzt und wieso wir diese Themen zuerst an anderer Stelle sortieren sollten.
wie der Frust den Fokus verändern kann und das Dilemma zwischen kollektiver und individueller Ebene so verschiebt, dass sich eine Abwärtsspirale in der Beziehung entwickeln kann.
Darüber hinaus gehe ich auch darauf ein, wie es möglich ist, hier aus dem Dilemma auszusteigen und welche Rolle hierbei der Austausch unter Müttern und die Anerkennung des Schmerzes spielen. Du erfährst auch, wie du solche geschützten Räume finden oder kreieren kannst und warum es wichtig ist, sich im gesamten Prozess gegenseitig genug Zeit einzuräumen.
Diese Woche spreche ich wieder – wie jeden Monat einmal – mit meinem Mann Martin über Themen aus unserem Vereinbarkeitsalltag und wir geben Impulse zu Fragen, die ihr uns schickt.
Wann ist Elternschaft gleichberechtigt?
Was hat eine faire Aufgabenverteilung damit zu tun und ist sie nur fair, wenn wir sie immer 50:50 aufteilen?
Über diese Fragen unterhalte ich mich in der heutigen Folge mit meinem Mann. Wenn du dir die Folge anhörst, bekommst du Impulse zu verschiedenen Aspekten einer gleichberechtigten Aufgabenverteilung in der Elternschaft, wie zum Beispiel:
– Sichtbarmachen von Care- und Hausarbeit – Klarheit über die Erwartungshaltung und Prioritäten aller Beteiligten – Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Aufteilung – Vorteile von klaren Zuständigkeiten und Struktur
Wir erzählen in diesem Gespräch, wie wir uns die anfallenden Aufgaben aufteilen, sodass du direkt praktische Beispiele aus unserem Elternalltag bekommst.
Viel Freude beim Zuhören und inspirieren lassen!
Wenn du tiefer in das Thema einsteigen und für euch herausfinden möchtest, wie ihr zu einer fairen Aufteilung kommt und was hierfür von Bedeutung ist, ist mein Selbstlernkurs „Eltern als Team“ genau das Richtige für dich! Du findest ihn hier:
„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Dieses Sprichwort fasst sehr gut zusammen, warum Vereinbarkeit heute oft so schwer ist: Es fehlt Eltern häufig an Gemeinschaft und im Grunde wird gesellschaftlich erwartet, dass wir uns zu zweit oder gar allein um ein oder mehrere Kinder kümmern.
Ich gehe in dieser Folge darauf ein, wieso es so schwierig ist, dass Elternschaft heute häufig in Isolation stattfindet und beleuchte dabei auch geschichtliche Hintergründe. Denn tatsächlich ist es so, dass die Menschheit sich nie so weit entwickelt hätte, wenn die Struktur der Kleinfamilie schon immer das vorwiegend gelebte Modell gewesen wäre.
Du erfährst in dieser Folge
wie das Modell der mutterzentrierten Sippe gelebt wurde und welche Vorteile es mit sich brachte.
wie die historische Entwicklung hin zu patriarchalen Strukturen stattfand.
warum es notwendig ist, dass wir wieder gemeinschaftliche Strukturen generieren, in denen die Mutter genährt und unterstützt wird.
warum auch Männer / Väter davon profitieren.
Ich erzähle in diesem Zusammenhang auch von dem Wohnprojekt, in dem ich mit meiner Familie und 28 weiteren Parteien leben und erkläre, warum das für mich eine (feministische) Wohnform der Zukunft ist. Denn es macht Sinn, sich besonders als Familien gegenseitig zu unterstützen und zu schauen, wie wir unser Leben mit mehr Gemeinschaft gestalten können. Das sieht heute natürlich anders aus als in den mütterzentrierten Sippen.
Wenn du dir Folge anhörst, bekommst du viele Impulse von mir, wie sich eine solche Gemeinschaft heutzutage meiner Meinung nach gestalten lässt und für Entlastung sorgen kann – damit echte Vereinbarkeit und Solidarität mehr Raum findet.
Die von mir in dieser Folge angesprochenen thematisch ergänzenden Folgen findest du hier:
Eltern- und Paarsein – ein Thema zu dem ich immer wieder sehr viele Fragen bekomme. Denn natürlich verändert die Geburt eines (oder mehrerer) Kindes das Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie und damit auch innerhalb der Paarbeziehung: Es wird komplexer.
In der heutigen Folge möchte ich dir in ein paar Gedanken und Impulse dazu mitgeben. Wenn du die Folge anhörst, erfährst du:
– Warum es wichtig und hilfreich ist, zwischen der Paar- und Elternebene zu unterscheiden. – Wie sich Paarebene und Elternteam-Ebene definieren und wie du sie auseinanderhalten kannst. – Wann es besonders wichtig ist, zwischen Eltern- und Paarebene zu unterscheiden. – Warum es essentiell ist, sich immer wieder zu Fragen, welche Beziehung gerade was braucht und worauf der Fokus liegt.
Mit diesen Impulsen kannst du erkennen, wann ihr im Alltag welche Rollen und Ebenen ausfüllt und wie euch das Bewusstsein dafür in euren Beziehungen stärken kann.
Die von mir in dieser Folge angesprochenen thematisch ergänzenden Folgen findest du hier:
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